Ständig taucht auf Social Media die nächste Atemmethode auftaucht, die noch wirksamer, noch tiefer oder noch besonderer sein soll.
Aber ich glaube:
Wir unterschätzen, wie viel Wert in einer einfachen Praxis steckt.
Eine Praxis mit der selben Atemtechnik, die du jeden Tag machst - monatelang.
Vielleicht auch jahrelang.
Das ist für viele in der Zeit von Social Media und Dopaminmangel schwer vorstellbar.
Aber du isst wahrscheinlich auch das selbst zum Frühstück jeden Tag, oder?
Weil du weißt, dass es dir schmeckt und gut tut.
Warum nicht auch das gleiche mit Breathwork? :)
Hier ist was ich von dir (bzw. dem durchschnittlichen Atemanfänger weiß):
Du entdeckst auf Instagram eine Atemübung und denkst:
„Die könnte mir guttun.“ Du speicherst sie ab.
Am nächsten Tag schickt dir eine Freundin eine andere.
Dann hörst du in einem Podcast von einer dritten Technik.
Für besseren Schlaf hast du inzwischen auch etwas gefunden.
Und irgendwo liegt noch die Anleitung aus dem letzten Workshop.
Als du dir eines Abends endlich Zeit nehmen möchtest, sitzt du auf dem Sofa und überlegst:
Welche davon mache ich jetzt? Wie ging die noch mal? Brauche ich dafür zehn oder zwanzig Minuten?
Du suchst nach dem gespeicherten Video, öffnest Instagram und bleibst bei etwas anderem hängen.
Die Atempraxis fällt dann doch aus.
Du hattest gute Absichten - aber aus der kleinen Pause ist eine weitere Aufgabe geworden, für die du erst recherchieren und Entscheidungen treffen musst.
Vielleicht kommt dir das bekannt vor.
Jede zusätzliche Hürde macht es schwerer, überhaupt anzufangen.
Wenn deine Praxis erst möglich ist, sobald du allein bist, die Wohnung ruhig und geputzt ist und du eine halbe Stunde frei hast, wird sie im Alltag schnell nach hinten geschoben.
Eine simple Übung, die du kennst, braucht weniger Vorbereitung:
Du weißt, wie sie geht.
Du musst nichts auswählen und keine Anleitung suchen.
Und: Du kannst direkt beginnen.
Bleiben wir bei unserem Beispiel:
Am nächsten Morgen steht eine Tasse Tee vor dir.
Während sie abkühlt, wäre Platz für zwei Minuten mit einer Atemübung, die du schon kennst und als angenehm erlebt hast.
Der Tee wird dabei zu einer kleinen Erinnerung. Die Übung bekommt einen konkreten Platz im Tag.
So unscheinbar kann ein Anfang aussehen :)
Natürlich muss die Übung zu dir passen. Es gib keinen Grund, etwas durchzuziehen, das dich überfordert oder dir unangenehm ist.
Es macht jederzeit Sinn, deine Praxis anzupassen, kürzer zu üben und Pausen zu machen.
Mit der Zeit lernst du aber dabei etwas, das dir keine verstreute Sammlung von Anleitungen abnehmen kann:
- Wie erlebst du diese Übung heute in deinem Körper?
- Was fühlt sich angenehm an?
- Wann ist es genug?
Dafür braucht es Raum und Zeit, dieselbe Praxis immer wieder kennenzulernen.
Einfachheit kann dir diesen Raum geben.
Genau dabei begleiten wir dich im Intesoma Online Studio:
Deinen Atem besser zu verstehen und eine passende Praxis in deinem Alltag zu verankern.
Mit verständlichen Anleitungen und der Einladung, in deinem Tempo herauszufinden, was dich unterstützt.
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