Wenn du uns schon länger folgst, hast du einen Satz vermutlich öfter gehört:
Eine einzelne Atemübung verändert noch kein Atemmuster und Nervensystem nachhaltig.
Natürlich kann eine Atemübung im Moment unglaublich unterstützend sein, klaro.
Sie kann dir helfen, aus deinem Gedankenkarussell auszusteigen, innere Unruhe zu mindern oder dich nach einem stressigen Tag wieder stärker mit deinem Körper zu verbinden.
Das ist absolut wertvoll.
Aber es ist einfach nicht dasselbe wie eine langfristige Veränderung.
Denn dein tägliches Atemmuster entsteht nicht während der fünf Minuten, in denen du bewusst atmest.
Es wird vor allem auch von den restlichen Stunden deines Tages geprägt:
Wie viel Druck erlebst du?
Wie schläfst du?
Wie bewegst du dich?
Wie sitzt du?
Wie gehst du mit Emotionen um?
Und wie atmest du, wenn du gerade nicht über deinen Atem nachdenkst?
Wenn du den ganzen Tag schnell, flach oder angestrengt atmest, können fünf Minuten Atemübung das nicht einfach ausgleichen.
Deshalb geht es bei Intesoma nicht darum, für jedes Problem irgendeine neue Atemtechnik zu finden.
Es geht darum, eine regelmäßige Atempraxis zu entwickeln, mit der du dein unbewusstes Atemmuster Schritt für Schritt veränderst und die Regulationsfähigkeit deines Nervensystems langfristig unterstützt.
Oder kurz gesagt:
Eine Atemübung kann dich im Moment unterstützen.
Eine Atempraxis kann dein System trainieren und neu konditionieren.
Eine Gruppe praktizierte vier Wochen lang langsames Atmen. Die Atemfrequenz wurde individuell so angepasst, dass Atmung und Herzschlag möglichst gut miteinander synchronisiert waren.
Die Kontrollgruppe atmete spontan weiter.
Nach vier Wochen zeigte die Atemgruppe eine stärkere parasympathische Modulation des Herzens und eine verbesserte Baroreflex-Sensitivität. Der Baroreflex hilft deinem Körper dabei, Blutdruck und Herzschlag flexibel an Veränderungen anzupassen.
Besonders interessant:
Die deutlicheren Unterschiede zeigten sich überwiegend erst ab der vierten Woche.
Die Studie war klein und beweist nicht, dass langsames Atmen jedes Nervensystemproblem löst.
Aber sie unterstreicht etwas, das wir immer wieder vermitteln:
Nachhaltige Regulation entsteht durch Wiederholung.
Eine einfache Übung für deine tägliche Praxis
Breathwork muss nicht komplex sein. Im Gegenteil - oftmals sind es die simplen Übungen, die - wenn täglich praktiziert - nachhaltig Veränderung bringen.
Nimm dir für die nächsten Tage fünf bis zehn Minuten Zeit:
Atme sanft durch die Nase ein.
Zähle dabei bis vier.
Atme langsam durch die Nase aus.
Zähle dabei bis sechs.
Praktiziere dabei die Bauchzwerchfellatmung.
Wiederhole diesen Rhythmus fünf bis zehn Minuten lang.
Atme dabei nicht extra tief.
Dein Atem sollte leise, weich und mühelos bleiben. Wenn du ein wenig Atemhunger spürst ist das ein gutes Zeichen.
Falls sich vier und sechs Sekunden unangenehm anfühlen, verkürze den Rhythmus auf drei Sekunden ein und fünf Sekunden aus.
Wenn Schwindel oder deutlicher Lufthunger entsteht, kehre zu deinem natürlichen Atem zurück.
Im Intesoma Online Studio begleiten wir dich dabei, aus einzelnen Übungen eine regelmäßige, fundierte Atempraxis zu machen.
Du kannst das Studio jetzt zwei Wochen kostenfrei testen und direkt mit uns atmen.
Nächste Woche startet die nächste Runde unserer Breathwork Ausbildung. Wir freuen uns schon riesig auf die 70 tollen Menschen, die mit uns für ein Jahr auf Reise gehen :)
Ständig taucht auf Social Media die nächste Atemmethode auftaucht, die noch wirksamer, noch tiefer oder noch besonderer sein soll. Aber ich glaube: Wir unterschätzen, wie viel Wert in einer einfachen Praxis steckt. Eine Praxis mit der selben Atemtechnik, die du jeden Tag machst - monatelang. Vielleicht auch jahrelang. Das ist für viele in der Zeit von Social Media und Dopaminmangel schwer vorstellbar. Aber du isst wahrscheinlich auch das selbst zum Frühstück jeden Tag, oder? Weil du weißt,...
Was hilft wirklich bei Trauma, Angst und Stress? Bisher ist ja Psychotherapie der Platzhirsch - mit mehr oder weniger effektiven Resultaten, auch abhängig davon welche Form gewählt wird. Viele Leute sind jedenfalls sehr frustriert (besonders von Gesprächs- und Verhaltenstherapie) und entdecken dann transformatives Atmen als DEN Gamechanger. Ging mir persönlich auch so damals - wobei ich seither auch andere Therapieformen für mich gefunden habe (z.B. NARM, Somatic Experiencing, IFS…), die mir...
In 4 Tagen schließen wir die Anmeldung für die Intesoma® Breathwork Ausbildung. Und ich weiß, dass du vielleicht gerade noch überlegst. (Wir kennen unsere "Last Minute Larrys" ;)) Nicht unbedingt, weil du nicht willst. Sondern weil da noch diese eine Frage im Kopf herumschwirrt: Passt das wirklich zu mir? Habe ich genug Erfahrung? Wie soll ich das zeitlich schaffen? Was, wenn ich noch gar nicht weiß, ob ich später damit arbeiten möchte? Deshalb möchte ich heute einfach ein paar der Fragen...